Warum ist der Bezug von Arzneimitteln über das Internet riskant?

 

 

10 % aller weltweit im Internet gehandelten Arzneimittel sind Fälschungen. So wie in manchen Urlaubsländern gefälschte Markenbekleidung oder gefälschte Heimelektronik erhältlich sind, gibt es einen Markt für gefälschte Arzneimittel.

 

Während deutsche Apotheken Arzneimittel nur bei ausgesuchten Großhändlern und bei den Herstellern direkt beziehen, die für die Arzneimittel garantieren, ist bei Internetversandhändlern die Herkunft der Arzneimittel nicht unklar. Es ist für den Patienten als Endverbraucher nicht nachvollziehbar, ob das erhaltene Präparat echt ist oder nicht.

 

Während die Abgabe eines Arzneimittels in einer deutschen Apotheke nur durch hoch qualifiziertes Personal erfolgen darf, werden bei Versandhändlern die Päckchen üblicherweise durch unausgebildete Hilfskräfte gepackt.

 

In einer deutschen Apotheke kann durch den anwesenden Apotheker bzw. Pharmazie-Ingenieur zu jederzeit für den Patienten eine kompetente und ganz individuelle Beratung erfolgen. Bei Versandhändlern erfolgt die „Beratung“ durch computeroptimierte Standardfloskeln, die via eMail oder per Post verschickt werden.  Man könnte es auch mit der Empfehlung zusammenfassen: „Lesen Sie doch die Packungsbeilage.“